2018


Photos by Ali Nouraldin (Ali Ali)

Der BBK zeigt im Kunst-Quartier eindrucksvolle Fotografien von dem internationalen Fotojournalisten
Ali Nouraldin, der unter dem Namen Ali Ali bekannt ist.
Er arbeitete 12 Jahre im Nahen und Mittleren Osten und berichtete über Konfliktsituationen bevor er
nach Köln zog. Dabei konzentrierte er sich immer auf das Leben nach dem Krieg, auf das Leben der
Menschen, die die Angiffe überlebt haben. Besonders die Kinder waren und sind ein sehr wichtiger
Bestandteil seiner Arbeit.
Ali Nouraldin stammt aus Gaza und studierte dort Journalismus an der “Al-Azhar Universität”.
Sein Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und er gewann etliche Preise. 2016 belegte seine
Einreichung bei dem UNICEF Ranking “Picture of the year” den 2. Platz.
Die Veranstaltung wird gemeinsam mit der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft durchgeführt.

14. Dezember 2018 (Eröffnung: 19 Uhr) bis 19. Januar 2019.
BBK Kunst-Quartier | www.bbk-osnabrueck.de
Bierstraße 33, 49074 Osnabrück


Malerei von Feridun Zaimoglu

Nach der Ausstellung von Günther Grass im Kunst-Quartier setzen wir die Tradition auch das bildnerische Werk von Literaten vorzustellen mit Feridun Zaimoglu fort.
Als Schriftsteller ist Feridun Zaimoglu vielen ein Begriff. Dass er auch bildender Künstler ist, dürfte eine interessante Neuigkeit nicht nur für die Fans seiner Bücher sein.
Die Ausstellung wird bis einschließlich 8. Dezember zu sehen sein.
ACHTUNG: Da Feridun Zaimoglu noch einen Schreibworkshop in der VHS gibt ist der Beginn der Vernissage nicht wie sonst üblich sondern erst um 20:30!


 

SUMMA FOLIA

Bernhardine Bahri – Collagen

 

 

Die Collage ist eine Technik, die viele Spielarten von Materialkombinationen ermöglicht.
Bereits existierende Bilder, unterschiedliche Bildstrukturen oder Bildteile werden zu einer
neuen Realität zusammengefügt. Besonders die Dadaisten nutzten diese künstlerische
Arbeitsweise, aber auch Henri Matisse fügte in seinem Spätwerk Collagen zu großen
raumfüllenden Installationen zusammen.

Bahris Collagen sind im Kern Reproduktionen von fotografischen Vorbildern realer
Ereignisse, Motive und Orte, die z.T. als Bilder in die mediale Öffentlichkeit gelangten und
im kollektiven Gedächtnis verankert sind. Angeregt durch die Arbeiten von Thomas
Demand, dessen Oval Office sogar auf dem Cover des „New York Times Magazine“ zu
sehen war und der seine Orte mit Hilfe von Papier, Pappe, Schere und Kleister wieder
erschafft, spielen die Collagen mit ästhetischen Vorurteilen und Fehleinschätzungen.
Der flüchtige Blick übersieht es, lässt sich täuschen, der zweite nimmt es wahr und sieht
genauer hin. Dann stellt man fest, dass die Einzelteile der Arbeiten Alltagsmaterialien sind.
Bahri besitzt eine umfassende Materialsammlung aus Zigarrenbanderolen, glänzenden
Pralinenfolien, Pappen, Kartons, Tapetenresten, Geschenkpapieren u.v.m., die sie wie
eine Farbpalette einsetzt. Die glanzvollen schönen Verpackungen haben eigentlich
ausgedient, sind dazu bestimmt zerissen, zerknüllt, weggeworfen zu werden. Es ist Tand,
belangloses Zeug, aber hier erstrahlen sie wie „Phönix aus der Asche“ in neuen Sinn
zusammenhängen.
Ihrer ursprünglichen Funktion enthoben werden sie zu Farbflecken und Formen,
autonomen Elementen im Bild.

 

Vernissage: Freitag, 12.10.2018 um 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 12.10.-3.11.2018

Kunst-Quartier des BBK

Bierstr. 33

49074 Osnabrück

www.bbk-osnabrueck.de

Öffnungszeiten:

Di – Fr: 14 – 18 Uhr

Sa: 11 – 16 Uhr


Horizonte

Ulrike Schönfelder-Hellwig

Horizont ist ein mehrdeutiger Begriff: Einerseitsbezeichnet er die Grenzlinie zwischen
sichtbarer Erde und Himmel und ist damit recht konkret in der Landschaft (sbetrachtung)
verortet, andererseits steht er als Metapher für die gedankliche Sehweite. Und so mehr-
deutig meint ihn die Malerin und Zeichnerin Ulrike Schönfelder-Hellwig auch. Viele ihrer
Arbeiten scheinen auf den ersten Blick „nur“ Landschaft zu zeigen – mal mit Horizontlinie,
mal ohne; mal mit weitem Blick über Land oder Wasser vor einem niedrigen Himmel,
mal mit weitem Himmel. Doch allein das ist schon Interpretation, da die oft abstrakten
Bilder kein identizierbares Motiv abbilden. Immer geht es der Künstlerin aber letzten
Endes um den Blick hinter den Horizont, also auch um Utopien. Diese werden nicht
konkretisiert, um den Betrachterinnen und Betrachtern Raum zu lassen, im Dialog
eigene Utopien zu formulieren und eigene Horizontlinien zu ziehen.

Kunst-Quartier des BBK

Bierstr. 33

49074 Osnabrück

www.bbk-osnabrueck.de

Öffnungszeiten:

Di – Fr: 14 – 18 Uhr

Sa: 11 – 16 Uhr

Ausstellungsdauer bis zum 6. Oktober 2018


Kartonagenamt
|Künstlerkollektiv V und factory33|

 

Das Kartonagenamt informiert!
Das Kartonagenamt ist auf Ihre Unterstützung angewiesen! Ab dem 10.8. können Bürgerinnen und Bürger ihre Kartonagen in den Räumlichkeiten „Kunst-Quartier“ des BBK Osnabrück an der Bierstr. 33 in Osnabrück abgeben. Vertrauen Sie uns Ihre Kartonagen an, denn sie werden inventarisiert, nummeriert und zertifiziert. Sie erhalten im Anschluss ein offizielles Dokument des KA über den Verbleib Ihrer Kartonage und Ihre Kartonage wird Teil einer partizipatorischen Wertschöpfungskette.

Ab dem 25.8. sind die Kartonagen vereint und bilden den Rahmen für „art to go“ im Kunst-Quartier.

Kunst-Quartier des BBK

Bierstr. 33

49074 Osnabrück

www.bbk-osnabrueck.de

Öffnungszeiten:

Di – Fr: 14 – 18 Uhr

Sa: 11 – 16 Uhr


Farbe & Licht

| Lisa Burandt | Ludwig Burandt |

Ludwig Burandt, Lisa Burandt

Ludwig Burandt zeigt Arbeiten vorwiegend im mittleren und kleinen Format, die in ihrem strengen Bildaufbau wie Spiegel in eigene Farbwelten wirken. Er wechselt dabei die Formate bis hin zu extremen Querformaten (z.B. 22 x 160 cm).

In den aktuellen Bildern wird die gestische Komponente deutlich reduziert, um einer analytischen, farbintensiven Malerei Raum zu geben: Malerei wird vielschichtig, verlangsamt die Bildbetrachtung und führt damit den Blick in die Tiefe von Farbräumen. Wirken seine differenzierten Farbschraffuren zunächst schnell entstanden, erkennt man bei näherer Betrachtung die überlegt gesetzten, kontrastreichen Farbzonen.

Elemente aus dem Zusammenspiel von Komposition und Form steuern den Blick und öffnen in Zusammenhang mit den Bildtiteln Interpretationsspielräume. Kompositorische Fragestellungen werden in den Collagen aus unterschiedlichen Farbformen ersichtlich, die Bezüge zu den Bildwerken herstellen. Neben den Bildwerken zeigt Ludwig Burandt eine Auswahl von Zeichenstudien, die meist nur ein oder zwei Objekte in den Blick nehmen.

Lisa Burandt schloss im April ihren Masterstudiengang Kunst und Musik an der Universität Osnabrück ab. Ihr Interesse gilt dem künstlerischen Experiment, das sie in verschiedenen Medien umsetzt. Sie entwickelt dabei Werkgruppen, die sich mit der Langzeitbelichtung, dem experimentellen Farbholzschnitt und der nicht-gegenständlichen Malerei befassen.

Ihre fotografischen Arbeiten thematisieren z.B. Eindrücke von Landschaften, die sie vor allem im südlichen Landkreis sucht. Dabei lotet sie Bildausschnitte, Lichtverhältnisse und Belichtung behutsam aus. So entwickelt sie Arbeiten in einem Abstraktionsgrad, die anziehende und bedrohliche Wirkungen auslösen. Eine Auswahl an Farbholzschnitten demonstriert eine auf Experiment und Kalkül ausgerichtete Arbeitsweise des Holzschnittes, die wie ihre Malerei nicht-gegenständlich orientiert ist.

Ludwig Burandt, Lisa Burandt
Malerei, Collage, Zeichnung, Farbholzschnitt, Fotografie

Vernissage: 27. Juni, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 27. Juni – 7. August 2018

Kunst-Quartier des BBK

Bierstr. 33

49074 Osnabrück

www.bbk-osnabrueck.de

Öffnungszeiten:

Di – Fr: 14 – 18 Uhr

Sa: 11 – 16 Uhr


Die Ästhetik der Bewegung

| Ahmed Al-Kenani |  

Ahmed Al-Kenani

„Mit Bleistiftzeichnungen kann man Gefühle und Bewegungen mit weichen und starken Linien zum Ausdruck bringen“ (Zitat A. Al-Kenani). Mit gekonnt dynamischem Beistiftstrich zeigt uns der Künstler Ahmed Al-Kenani stolze und prächtige Pferde, die den Betrachter verzaubern und zum Verweilen einladen.

Dabei entstehen sehr eindrucksvolle Szenarien, die unter Verwendung ästhetischer Linien (das Spiel mit Licht und Schatten) eine völlig neue Ausdrucksweise des Künstlers zeigen.
In expressionistischer Manier zeichnet er seine Figuren auf dieselbe Art und Weise, wie sie auch in seinen Gemälden zum Ausdruck kommen. Die differenziert nuancierten Schattierungen wirken für den Künstler dabei wie Farben, die Aggressionen, Romantik und Bewegung auf das Papier bringen.


| Init / Transfer |

INIT | Transfer
Kooperationsveranstaltung mit dem EMAF No 31
Ausgewählte Arbeiten von Osnabrücker Kunststudierenden

Formen und Oberflächen – das sind die zentralen Parameter der künstlerischen Positionen, die im Ausstellungsraum des Kunst-Quartiers BBK Osnabrück präsentiert werden. Studierende des Seminars „Conversation with spaces“ von Tim Roßberg der hiesigen Universität bespielen physische Objekte mittels Video Mapping-Technologie. So werden u.a. Gasmasken, eine Porzellantoilette und ein 3D gedrucktes Alter-Ego zum temporären Träger des Bild- und Videomaterials.

Die Verknüpfung von dreidimensionalen Objekten und Videoprojektion lässt faszinierend vitale Werke entstehen, die die künstlerische Ideen um eine meta-phorische Ebene erweitern. Dieses Verfahren dient den Künstler*Innen als Werkzeug, um Statements zu kontemporären Themen unserer Zeit, wie zum Beispiel dem Syrienkrieg, der Schnelligkeit des Alltags oder auch der Doppeldeutigkeit von Verdauungsprozessen abzugeben.

Künstler*innen:

Azim Becker | Laura Keeb | Luca Caddedu | Merlin Marski | Sarah Bücher

Ausstellungsdauer: 18. – 22. April 2018

Gesonderte Öffnungszeiten EMAF-Festival


„bitter & scharf“

Frank Gillich (Osnabrück), Sigrun Jakubaschke (BBK Hamburg)

Die bildhauerische Position von Frank Gillich und die malerische Position von Sigrun Jakubaschke ergeben im Ausstellungsraum eine spannende Konstellation: Ein Dialog zwischen hartem und weichem Material, zwischen Farbe und Material, zwischen Zeichnung und Farbe.

Bei beiden Künstlern spielt der Prozess im künstlerischen Schaffen eine Rolle. Eine persönliche „Ur“idee oder „Ur“form setzt sich in zweidimensionale Serien fort, oder wird in dreidimensionalen Werken umgesetzt. Beides kann im Raum nebeneinander existieren oder changiert von dem Einen zum Anderen. Gillich zeigt einen Spielraum von Möglichkeiten mit minimalen Veränderungen aufgrund von materialbedingten Eigenschaften bei Zeichnungen in Serien oder bei Skulpturen in Feldern. Auch Jakubaschke zeigt die Veränderung einer ursprünglichen Formvorstellung bei Objekten in Feldern. Mit Hilfe von Intuition, spontanem Zugriff und materialbedingten Zufällen werden die Objekte „individuell“.

Mit zwei Werkgruppen zeigt Gillich jeweils seriell bestimmte Plastiken aus dem Werkstoff Beton, dem im Arbeitsprozess des Gießens farbiges Pigment zugefügt wurde.
Die „Boten“, eine für den BBK als Wandobjekt konzipierte mehrteilige Arbeit spielt mit dem Assoziationsraum eines morphologisch-natürlichen Gegenstandes der Mikrobiologie, der bei Berührung Information durch Umwandlung übermittelt. Nicht immer sind die Informationen des Boten zum Vorteil des Empfängers.
Eine zweite Arbeit als Bodenobjekt konzipiert, hat das Thema Haufen oder Anhäufung. Die Menge in der das einzelne Objekt untergeht oder aufgefangen wird in einer Gruppe und vielleicht doch Autonomie bewahren kann.
Beiden Werkgruppen ist derselbe Arbeitsprozess gemein. Durch mehrfaches Abgießen derselben Gussform erhalten die Einzelstücke Modulcharakter, mit denen dann unterschiedliche Konstellationen gesetzt, gestellt, gelegt werden können.

Ausgehend von linearen Strukturen z.B. Spuren auf der Wand oder auf Chinapapier, die eine Bewegung im Raum nachvollziehen lassen, oder Liniengeflechten wie Zeichnungen in Labyrinthform, hat Jakubaschke Objekte aus gefärbtem Gips entwickelt. Diese zeigen Bewegung in ihrem erstarrten Moment – das Abbinden von Gips als chemischen Prozess. Die Objekte veranschaulichen eine spontane Handlung in Verbindung mit Alltagsmaterialien und Fundstücken. Glasscherben als eine kristalline Form werden regelrecht in den abzuhärtenden Gips eingepflanzt und können die Betrachter*innen zu Assoziationen von Wachstum im Raum und imaginären Verbindungslinien zu anderen Objekten, Plastiken etc. anregen.

Frank Gillich (Bildhauerei) und Sigrun Jakubaschke (Malerei) lehren im Fach Kunst der Universität Osnabrück.

Vernissage: 23.03, 19 Uhr

Begrüßung: Jens Raddatz ( BBK Osnabrück)

BBK Kunst-Quartier des BBK,
Bierstr. 33, 49074 Osnabrück

Öffnungszeiten:

Di – Fr: 14 – 18 Uhr
Sa: 11 – 16 Uhr

Ausstellungsdauer: 
23.03 – 17.04 2018


“ … der Anfang des Neuen findet stets im Chaos statt“
(Josef Beuys)

Günter Grobel und Alois Thomas
Malerei

Alois Thomas stellt sich durch seine Kunst dem Hier und Jetzt und findet im aktuellen
Malprozess Spuren seiner inneren Reaktion auf äußere Geschehnisse. Er bringt diese
meist ohne Themenvorgabe, aber auch oft narrativ in thematischen Aufträgen zum
Ausdruck. Seine Kunst muss nicht unbedingt gefallen, sie darf auch evozieren.

Auch Günter Grobel stellt sich dem Wechselspiel von äußerem Chaos und innerer
Resonanz. In seiner expressiv-abstrakten, impulsiven Malweise, stets
interpretationsoffen, manchmal auch figurativ- erzählend, versucht er durch das
verwirrende Geschehen unserer Tage zu navigieren. Dabei ist er immer auf der Suche
nach neuer Ordnung, nach etwas Licht und Hoffnung.

Vernissage: 16. 02. 2018 , 19 Uhr

Begrüßung: Jens Raddatz ( BBK Osnabrück)

BBK Kunst-Quartier des BBK,
Bierstr. 33, 49074 Osnabrück

Öffnungszeiten:

Di – Fr: 14 – 18 Uhr
Sa: 11 – 16 Uhr

Ausstellungsdauer:
16. 02. – 17. 03. 2018


2017


“What’s New” 2018

| Charlotte Dally, Gudrun Schmiesing, Sascha Göpel |

Die neu aufgenommenen Mitglieder präsentieren ihre Werke.

Charlotte Dally malt großformatige farbenfrohe Bilder in immer wieder neuem Stilmix. Inspiriert von Alltagsszenen nutzt sie reale Kompositionen, um diese farblich expressiv umzusetzen. Es entstehen verwunschene Gärten, weite Landschaften und pittoreske, teilweise surreale Stadtansichten.

In ihren Malereien und Mischtechniken aus Tusche, Acryl und Pastell überschreitet Gudrun Schmiesing Grenzen zwischen real Gesehenem und Erträumten. Häufige Motive sind bewegte Figuren in Landschaftsszenerien. In Öl- oder Acrylarbeiten dominieren kräftige, leuchtende Farben, die Tuschearbeiten und Mischtechniken sind in der Farbgebung eher zurückhaltend.

Sascha Göpel zeigt Bilder aus seiner 2017 entstandenen Reihe „Copy Copy ist keine Kunst aus China“. Die bunten in Popart Manier gestalteten quadratischen Arbeiten lehnen sich zum Teil an bekannte Gemälde an und spielen mit der Kopie ganz ungeniert dekorativ. Sie thematisieren partiell aktuelle gesellschaftliche Umtriebe, ohne allzu deutlich politisierend zu wirken.

Vernissage: 12. 01. 2018 , 19 Uhr

Begrüßung: Jens Raddatz ( BBK Osnabrück)

BBK Kunst-Quartier des BBK,
Bierstr. 33, 49074 Osnabrück

Öffnungszeiten:

Di – Fr: 14 – 18 Uhr
Sa: 11 – 16 Uhr

Ausstellungsdauer:
12. 01. – 10. 02. 2018


Formen-Welten-Introperspektiv

|Bernd Hildenbrand, Bernd Hechler|  

Bernd Hildenbrand und Bernd Hechler studierten zusammen Bildhauerei und stehen seit dieser Zeit in einem regen künstlerischen Austausch. Die Arbeiten sind ganz verschieden, können jedoch gut in einem Raum „zusammenklingen“.

Bernd Hildenbrand präsentiert Skulpturen, größere Arbeiten aus Alabasterstein und kleinere Steinobjekte. Die Werke aus Alabaster haben einen großen Durchbruch der Flächen und sind rund und organisch gearbeitet. Diese Formen wirken wie Fensteröffnungen innerhalb der Skulptur – haben ein Innen und Außen. Dem Betrachter ist es so möglich, seine eigenen Gedanken und Gefühle auf die Skulptur zu projizieren, unabhängig von der Intuition des Künstlers.

Die Skulpturen und Reliefs von Bernd Hechler entstehen zumeist aus dem Spiel mit Formen und werden in der Zwiesprache mit dem Werkstoff, aus der Intuition sowie aus der Imagination erschaffen. In seinen neuen Wandarbeiten, Reliefs, Montagen und Bildern ist die Formensprache vorherrschend. Oftmals dienen ihm auch Fundstücke mit ihrer Geschichte als Inspiration. Aus der Intuition erschaffen und introspektiv geprüft, werden sie zu visuellen Aussagen. Häufig finden sie sich durch Transformation häufig in einem neuen, kontemplativen Kontext wieder. In der freien Assoziation wird dem Betrachter ermöglicht, sich neue, individuelle, visuelle Erlebnis-Felder zu erschließen.

Vernissage: 17.11.2017 um 19 Uhr

Begrüßung: Jens Raddatz ( BBK Osnabrück)

BBK Kunst-Quartier des BBK,
Bierstr. 33, 49074 Osnabrück

Öffnungszeiten:

Di – Fr: 14 – 18 Uhr
Sa: 11 – 16 Uhr

Ausstellungsdauer: 
17. 11. – 06. 01. 2017


Nirgends doch anders

|Kerstin Hehmann, Thomas Bartels|

Ein Spiel mit den Medien Film und Fotografie. Bei Thomas Bartels projizieren 16
Fotovergrößerer einen Film. Kerstin Hehmann fotografiert im Kino Lichtstimmungen
und Besucher.

Thomas Bartels
16 Fotovergrößerer projizieren einen Film. Als die Bilder tanzen lernten. Muybridge
revisited. „Tanz“ ist eine Installation aus 16 modifizierten Fotovergrößerern. Einer nach
dem anderen blitzt auf und projiziert ein Foto. Die 16 Bilder verschmelzen zu einer
Bewegung, wir sehen einen kurzen Loop: ein tanzendes Paar. In heiterer Weise stellt
Thomas Bartels so Eadweard Muybridge’s Anordnung von Fotokameras auf den Kopf,
die Einzelbilder eines Bewegungsablaufs aufnahmen.

Kerstin Hehmann:
Roxy ist ein traditioneller Name für ein Kino, kann aber auch die Abkürzung für den
weiblichen Vornamen Roxanne sein. Die Fotografin Kerstin Hehmann fotografierte
Filmemacher, Kollegen und Freunde im Kino während der Filmvorführungen. Schon
nach kurzer Zeit vergaßen diese fotografiert zu werden, da sie vom jeweiligen
Kinofilm in Bann gezogen wurden. Es entstanden Portraits von großer Präsenz,
Konzentration und Intensität. Die Gleichzeitigkeit von individueller Berührung durch
das Filmgeschehen und Gemeinsamkeit mit anderen Menschen im Kinosaal
widerspiegelt sich in den Gesichtern der Portraitierten.


Quadrate im Quartier – Strukturen finden – Wahrnehmung erleben

|Henning Heigl und Merten Sievers|  

Zwei getrennt, aber doch vergleichbar arbeitende Künstler: Den formalen Analogien in den Bildwelten stehen die technischen bzw. handwerklichen Unterschiede, wie auch die Andersartigkeit der Materialbeschaffenheit gegenüber – einerseits digitaler Druck und andererseits Bilderrecycling.

Henning Heigl schafft durch die Verbindung von vielen unterschiedlichen Schülerarbeiten etwas Neues. Vorhandenes wird zerteilt und verfremdet und zu neuen Bilderwelten zusammengefügt.

Bei Merten Sievers entstehen völlig neue Bildobjekte am Computer durch die Übernahme von Strukturen und Bildern unterschiedlicher Herkunft. So verkehren sich z. B. Räume, wenn Entferntes nah und Nahes fern wird.


CLOSE UP

Galerie Kunstquartier, Bierstr. 33, 49074 Osnabrück:
CLOSE UP
– Klasse Norbert Bisky reloaded–

Roxana Alvarado (BE/CL), Petra Amtsberg Hofmann, Bernhardine Bahri, Claudia Bartholomäus,
NORBERT BISKY, Evarist Chikawe (TZ), Tim Dammermann, Alexandra Ianchenko (RU),
Andrea Interschick, Beate Köhne, Masaki Komoto (JP), Sylvia Mehnert-Kalenda, Alexandra Negru
(MD), Markus Proschek (AT), Irmhild Schaefer, Heinz Stoewer (D/US), Isolde Tomann (AT), Jean-
Marc Umiker (CH), Regine Wolff, Jan Ziegler

Es war ein heißer Sommer vor drei Jahren. Die Sonne brannte, und hinter den dicken
Mauern der Festung Hohensalzburg staute sich die Hitze. Mag sein, dass dies die
Teilnehmer der Klasse von Norbert Bisky damals besonders zusammenschweißte. In der
Internationalen Sommerakademie im österreichischen Salzburg arbeiteten sie drei
Wochen lang unter Leitung eines der bekanntesten deutschen Maler (Assistenz Markus
Proschek und Céline Burnand).
Nur wenig später organisierte eine Teilnehmerin die erste gemeinsame
Gruppenausstellung in ihrer Heimatstadt Irkutsk in Sibirien, zu der ihre Kollegen die Bilder
noch per Post schickten. Seitdem trifft sich die Malerklasse jeden Sommer mit ihrem
Dozenten zu einer gemeinsamen Ausstellung. 2015 zeigten sie dem Berliner Publikum
und einander neue Werke, 2016 fand die dritte gemeinsame Gruppenausstellung in
München statt.
CLOSE UP – unter diesem Motto steht die diesjährige Ausstellung in der Galerie
Kunstquartier des bbk Osnabrück. Und wieder kommen die Teilnehmer aus aller Welt: Sie
reisen aus allen Teilen Deutschlands an, aus Russland, Tansania, Österreich, der
Schweiz, England, den Niederlanden und Belgien. Jeder bringt ein Bild mit, auch Norbert
Bisky und sein Assistent Markus Proschek. Zur Finissage am 19. August werden alle
Ausstellenden anwesend sein.
Angesichts der großen Zahl der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler wird dieses
Jahr eng zusammen gerückt. In der Galerie Kunstquartier des bbk in der Bierstraße gibt es
weniger Platz als an den vorherigen Ausstellungsorten, wo jeder mehrere Arbeiten
präsentieren konnte. So ist CLOSE UP denn wie ein Zoom auf das jeweilige Werk zu
verstehen. Keine Arbeit darf größer sein als ein Quadratmeter, das ist in diesem Jahr die
Bedingung für alle Teilnehmer.
Die Bilder kommen einander nah, so wie sich auch die Teilnehmer in den letzten Jahren
nah gekommen sind. Die Internationale Sommerakademie in Salzburg, 1953 von Oskar
Kokoschka gegründet, hat unter Bildenden Künstlern einen hervorragenden Ruf. Gut zwei
Drittel der Teilnehmer sind professionelle Künstler oder Kunststudierende. Für jeden Kurs
muss eine Bewerbung mit Portfolio eingehen. Dass eine Klasse jedoch über Jahre
verbunden bleibt, gar eine eigene Ausstellungsreihe entwickelt, ist ungewöhnlich. So
besuchen auch immer wieder besondere Gäste diese Events, in Berlin etwa der Kurator
und Autor Mark Gisbourne, der die Bisky-Klasse als Referent in Salzburg kennenlernte, in
München die Direktorin der Internationalen Sommerakademie, Hildegund Amanshauser.
Dass jeder teilnehmende Künstler sein Werk für diese Ausstellung besonders sorgfältig
auswählt, muss nicht extra erwähnt werden – schließlich geht es auch darum, dem
Dozenten und den gemeinhin besonders kritischen Kollegen den aktuellen Stand der
Arbeit zu zeigen.


ÇANAKKALE ART WALK HOMELAND

 

HOMELAND
ist der zweite Çanakkale Art Walk in Osnabrück mit ausgewählten künstlerischen Positionen zum Thema Homeland

In Kooperation mit dem BBK Osnabrück, dem Felix Nussbaum-Haus/Kulturgeschichtliches Museum, der Gesellschaft
für zeitgenössische Kunst und derKunsthalle Osnabrück findet vom 6. Juni bis zum 6. August 2017 in Osnabrück der
zweite Çanakkale Art Walk statt.

Der erste Çanakkale Art Walk wurde 2014 vom BBK Osnabrück in Zusammenarbeit mit der Cabinin Çanakkale Biennial
Initiative, vertreten durch Deniz Erbas sowie Seyhan Boztepe, organisiert und fand im Kunst-Quartier des BBK sowie
in umliegenden Ateliers als Ausstellung statt.

Für den zweiten Art Walk konnten 35 künstlerische Positionen der – leider abgesagten – fünften Çanakkale Biennale
mit dem Thema „Homeland“ gewonnen werden. Diese Positionen werden im Kunst-Quartier des BBK, dem
Felix-Nussbaum-Haus/Kulturgeschichtliches Museum, der Kunsthalle Osnabrück,
und dem Kunstraum hase29 präsentiert.


Fotografie von Ragnar Gischas

 

Ragnar Gischas Ausstellung „Getrennt von der Welt“ zeigt fotografische Arbeiten der
vergangenen zwei Jahre in denen die Themen : „Einsamkeit – Leere – Zerrissenheit“
eine zentrale Rolle spielen. Sie ist auch ein Blick hinter die Kulissen unserer immer
oberflächlicheren Gesellschaft, in der eine intensivere Auseinandersetzung mit dem
Sein eine gewisse Isolation mit sich bringt. Die Ausstellung darf Fragen aufwerfen,
die Bilder dürfen irritieren, die technische Unperfektheit ist gewollt.

Vernissage: 05.05.2017, 19 Uhr

BBK Kunst-Quartier des BBK,
Bierstr. 33, 49074 Osnabrück

Öffnungszeiten:
Di – Fr: 14 – 18 Uhr
Sa: 11 – 16 Uhr

Ausstellungsdauer:
05.05. – 25.05.2017


MALEREI VON RAYMOND UNGER

 

AUSSTELLUNG: FÜRCHTE DICH NICHT !

Die Bilder Thematisieren Gewalt, Tod und menschliche Not. Seine Bildfindungen zeichnen sich durch schwarzen Humor aus. Mit seiner Kunst will er Verletzungen und eigene Erfahrungen verarbeiten.

Der Künstler ist ein „Kriegsenkel“. Einen Grund für seinen  Kunstansatz sieht Unger in der Aufarbeitung der „transgenerationalen Weitergabe des Kriegstraumes“ durch seine Eltern. Die Eltern des Künstlers sind klassische Vertreter der Kriegskind-Generation. Wobei jedes Elternteil für eines der beiden unbewältigten Ur-Traumen der Nachkriegsdeutschen stehen kann: Flüchtlingsschicksal mit Vertreibung aus dem Osten (Mutter des Künstlers) und Obdachlosigkeit durch Ausbombung der Hamburger Wohnung durch die Operation Gomorrha (Vater des Künstlers).

Der Künstler wächst  unter dem Einfluss seiner Großeltern auf. Die 1940 nach dem Hitler- Stalin-Pakt aus Bessarabien  geflohene Kernfamilie ist streng religiös und gehört einer Freikirche an. Unbewältigte Kriegsangst der Eltern und Großeltern, orthodoxe Moralvorstellungen und apokalyptische Ideologien prägen die erste Weltsicht des Künstlers. Mit dieser ideologischen und emotionalen Prägung setzt sich der Künstler in seinen Werken auseinander.